Pennisi et al. Einjährige Veränderungen der Leberverhärtungsmessung, nicht jedoch der Alaninaminotransferase und des Controlled Attenuation Parameter, sagen langfristige Leberergebnisse bei Patienten mit metabolisch bedingter steatotischer Lebererkrankung voraus.
Angesichts neuer medikamentöser Therapien für MASLD besteht ein dringender klinischer Bedarf an einfachen, weit verbreiteten und nicht-invasiven Instrumenten, mit denen Patienten mit einem Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung identifiziert und ihr Ansprechen auf die Therapie überwacht werden können. In dieser Studie wurde untersucht, ob die Veränderungen der mit FibroScan® ermittelten Daten – Lebersteifigkeitsmessung (LSM) und kontrollierter Dämpfungsparameter (CAP) – über einen Zeitraum von einem Jahr in Verbindung mit FIB-4 und Serum-ALT leberbezogene Ergebnisse bei Patienten mit MASLD vorhersagen können und als praktische, nicht-invasive Instrumente zur Steuerung und Überwachung pharmakologischer Behandlungsentscheidungen dienen können.
Diese multizentrische retrospektive Kohortenstudie umfasste MASLD-Patienten, die zwischen Juni 2008 und März 2023 an 16 Zentren in Amerika, Europa und Asien aufgenommen wurden, darunter 1.744 Patienten mit einer LSM ≥ 8 kPa und 989 mit einer LSM ≥ 10 kPa, die über einen Median von 28,2 bzw. 32 Monaten nachbeobachtet wurden. Leberbezogene Ereignisse (LREs), einschließlich hepatozellulärem Karzinom (HCC) und Leberdekompensation (LD), wurden prospektiv erfasst, und LSM, CAP, ALT und FIB-4 wurden sowohl zu Studienbeginn als auch nach einem Jahr Nachbeobachtung bewertet.
Serielle Messungen der Lebersteifigkeit mittels FibroScan®-Gerät belegen, dass die Entwicklung der Lebersteifigkeit nach einem Jahr ausschlaggebend für den langfristigen Krankheitsverlauf ist – eine Verringerung der LSM nach einem Jahr senkt das Risiko für leberbedingte Ereignisse um 47 % und für eine Leberdekompensation um 57 %, während Erhöhungen zunehmend schlechtere Ergebnisse vorhersagen. Da neue MASLD-Medikamente auf den Markt kommen, positioniert sich FibroScan® als das non-invasive Instrument der Wahl zur Überwachung des Ansprechens auf die Behandlung und zur Steuerung klinischer Entscheidungen.